Start
Bauschäden
Holzschutz
Holzschutz: baulich
Holzschutz: bekämpfend
Holzschutz: chemisch
Holzschutz: historisch
Sanierung
Leistungen
Literatur
Links
Kontakt

Holzschutz

Historischer Holzschutz


Inhalt:


Anfänge des Holzschutzes

Das Interesse des Menschen Holz zu schützen ist so alt wie der Bau von Behausungen, um  sich selbst gegen Witterung und Klima zu schützen. Der konstruktive Holzschutz in der Vorzeit erfolgte anhand von Erfahrungswerten hauptsächlich durch die Verwendung von dauerhaften Holzarten wie Eiche. Weiterhin entwickelten sich einfache Holzschutzmaßnahmen in der Architektur. Der chemische Holzschutz erfolgte mit Mitteln wie Teer, Pech, Salzen. Weiterhin wurde Holz mittels Ankohlen für die Verwendung im Erdreich hergerichtet. 

Seitenanfang

 

Der bekämpfende Holzschutz war noch bis in das 19. Jahrhundert von einfachen oder irrigen Vorstellungen geprägt. Der Hausschwammbefall wurde u.a. als Strafe Gottes angesehen. Die auftretenden von Fruchtkörper von holzzerstörenden Pilzen an Holz wurden als Ausschlag oder Ekzeme angesehen. Schwammbefall wurde als Krankheit des Holzes verstanden. Die Bekämpfung des Befalls wurde zu biblischen Zeiten vorwiegend durch Abbruch oder Verbrennen des "unreinen" Materials vorgenommen.

Langsame Holztrocknung im Freien
Langsame Holztrocknung
im Freien

Seitenanfang

Das Mittelalter - Hochblüte des baulichen Holzschutzes

In den früheren Jahrhunderten wurden die Erfahrungen im baulichen Holzschutz in Form von Handwerker- und Baustiltraditionen gesammelt und angewandt. Im Zuge der erfahrungsgeprägten Verbesserung bei Bauwerkskonstruktionen bildete sich bis ins Mittelalter ein umfangreiches Handwerkswissen heraus. Hierzu gehörten z. B. der Einsatz großer Dachüberstände an den Häusern, der Bau von Steinsockeln gegen Spritzwasser und das Anbringen von Fassadenverkleidungen als Schutz der Balkenlagen. Mit Hilfe dieser einfachen Konstruktionsregeln konnten Holzhäuser mehrere Jahrhunderte ohne große Schäden bis heute  überstehen. Diese Bauwerke zeigen bis heute einen vorbildlich konstruktiven Schutz von Holz an Gebäuden - ohne den Einsatz chemischer Mittel.

Fachwerkbauten
Fachwerkbauten

Seitenanfang

Das 19. Jahrhundert - Industrialisierung des Holzschutzes

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Verfahren entwickelt, die flüssige Stoffe zum Schutz in das Holz einbringen und es damit nachhaltig schützen. Die Verfahren ermöglichten das tiefe Einbringen von Mitteln in das Holz. Ältere Holzschutzmaßnahmen konnten nur die Holzoberfläche schützen, ohne dass das Holzinnere vor Befall geschützt wurde. Als Holzschutzmittel kamen Teerprodukte oder Quecksilberlösungen zum Einsatz. Der Vorteil dieser Anwendung lag darin, die Widerstandsfähigkeit von Holz stark zu erhöhen und Holzarten mit geringerer Widerstandsfähigkeit zu nutzen.

Einsatz von Sägewerken förderte die Holzverarbeitung
Einsatz von Sägewerken
förderte die Holzverarbeitung

Seitenanfang

Nachkriegszeit - Hochblüte des chemischen Holzschutzes

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden durch die chemisch-technische Industrie weitere Holzschutzmittel und Verfahren entwickelt. Damals wurden anorganische Verbindungen von Bor, Chrom oder Fluor zum Schutz eingesetzt. Auch synthetische organische Produkte wie DDT, PCP, Lindan und andere wurden damals entwickelt (siehe chemischer Holzschutz). Ein intensiver chemischer Holzschutz wurde besonders im Bereich des Bahnwesens und von militärischen Anlagen betrieben. Im Gebäudebau wurden nur einfache Streichverfahren verwendet bzw. auf Schutz verzichtet.

Seitenanfang

 

Nach dem 2. Weltkrieg herrschte in Deutschland ein Mangel an Holz und Holz zum Bau von Gebäuden war damit teuer. Der Rohstoff Holz sollte lange erhalten bleiben. Der Einsatz von chemischen Mitteln wurde daher in dieser Zeit als Schutz der Gebäudewerte forciert und stand lange über einem konstruktiven Schutz. Die vermeintlichen Erfolge beim dauerhaften Schutz mit Holzschutzmitteln führten zu einer Vernachlässigung der alten anerkannten Bauregeln. Mit den 60ziger Jahren kamen in der Architektur hölzerne Konstruktionen zum Einsatz, die vorwiegend auf einem chemischen Holzschutz gründeten. Altlasten in Form von behandelten Hölzern aus dieser Zeit finden sich noch in vielen Häusern und Innenräumen. Die Wirkung und die Gefahr dieser Holzschutzmittel wird heute kritisch und als gesundheitsgefährdend eingeschätzt. Im Zuge von Untersuchungen können die belasteten Hölzer lokalisiert und eine Abhilfe oft gefunden werden.

Seitenanfang

Seit den 70ziger Jahren wurde im Zuge von neueren umwelthygenischen Erkenntnissen und einem steigenden Umweltbewußtsein der chemische Holzschutz kritisch überprüft. Unter gesundheitlichen Aspekten wurden in den 80ziger Jahren die Holzschutzmittel mit einer amtlichen Zulassung belegt, die neben der Wirksamkeit auf die Umwelt- bzw. Menschenverträglichkeit auch die Wirksamkeit prüft. Innerhalb der Architektur wurden der konstruktive bzw. bauliche Holzschutz wiederentdeckt. Die deutsche Normung wurde im Zuge dieser Veränderungen ebenfalls modernisiert und stellt heute den nicht-chemischen Holzschutz vor den chemischen Maßnahmen (siehe baulicher Holzschutz).

Seitenanfang

Heute - Renaissance des baulichen Holzschutzes

Ein Verzicht auf chemische Maßnahmen ist heute bei einer sorgfältigen Konstruktion und Bauausführung in vielen Bereichen möglich und üblich. Der bauliche Holzschutz hat heute seine Priorität vor dem Einsatz von chemischen Mitteln. In stark gefährdeten Bereichen, dort wo tragendes Holz dauerhaft der Gefahr von hoher Feuchtigkeiten ausgesetzt ist, wird auch heute teilweise auf einen chemischen Schutz nicht verzichtet. Die breite Palette an Holzschutzmitteln ermöglicht dabei den Einsatz von Bioziden, die eine Beeinträchtigung der Umwelt durch gezielte Anwendung minimieren (siehe chemischer Holzschutz).

Konstruktiver Holzschutz hat Priorität
Konstruktiver Holzschutz
hat Priorität

Seitenanfang


Leistungsangebot

Das Büro Christian Schröter bietet Ihnen verschiedene Leistungen wie Beratung, konzeptionelle Vorschläge oder Betreuung für ihre Bauvorhaben an. Bei Innenraumproblemen mit Holzschutzmitteln helfen wir Ihnen mit Untersuchungen, Analysen und Sanierungsvorschlägen gerne weiter.

Seitenanfang

Copyright 2001
Christian Schröter

Start | Bauschäden | Holzschutz | Sanierung | Leistungen | Literatur | Links | Kontakt