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Bekämpfender Holzschutz


Inhalt:


Begriffe

Unter dem Begriff des Bekämpfenden Holzschutzes werden alle Maßnahmen verstanden, die gegen einen Befall von holzzerstörenden Insekten und Pilzen getroffen werden können. Im Gegensatz zu dem vorbeugenden, präventiven Holzschutz sollen durch die Maßnahmen die schädigenden Organismen umgehend bekämpft werden. Vorbeugende Holzschutzmaßnahmen können die Bekämpfung begleiten und erneute Schäden vermeiden. Grundsätzlich gelten die Maßnahmen des bekämpfenden Holzschutz in Gebäuden für tragende und aussteifende Bauteile, d.h. für Gebäudeteile, die eine statische Funktion erfüllen. Befälle an anderen Gebäudeteilen sind ebenso zu behandeln, sofern eine Gefahr für die tragenden Teile besteht.

Untersuchung versteckter Schäden mittels Endoskopie
Untersuchung versteckter Schäden
mittels Endoskopie

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Prinzip

Die Maßnahmen des bekämpfenden Holzschutzes sollen den Befall und die Zerstörung des Holzes durch holzzerstörende Insekten und Pilze stoppen und nachhaltig weitere Schäden diese verhindern. In der Regel werden die Organismen abgetötet oder ihnen die Lebensgrundlage zum Existieren genommen. Zur Abtötung von Organismen werden Gifte, physikalische Methoden eingesetzt oder die befallenen Teile werden ausgetauscht. Die physikalischen Verfahren verwenden zum Abtöten z.B. Hitze oder Mikrowellen. Vor dem Beginn von Bekämpfungsmaßnahmen ist zu klären, ob ein aktueller Befall vorliegt, welcher Art der Befall ist und welchen Umfang dieser hat. 

Untersuchung versteckter Schäden mittels Bohrwiderstandsmessung
Untersuchung versteckter Schäden
mittels Bohrwiderstandsmessung

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Normen

Grundlage für die Bekämpfung eines Befalls bzw. Instandsetzung von Schäden durch holzzerstörende Insekten und Pilze ist die Wahrung der Verkehrssicherungspflicht und der öffentlichen Sicherheit in und an Gebäuden. Die Verantwortung für den Erhalt der Gebäude ist an den Eigner und Nutzer gegeben. In mehreren Landesbauordnungen ist die Pflicht des Eigner und Nutzers die Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten verankert.

Fäuleschäden an Fachwerkhölzern durch Spritzwasser
Fäuleschäden an Fachwerkhölzern
durch Spritzwasser

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Die Bekämpfungsmaßnahmen werden im Detail durch die DIN 68 800 Teil 4 geregelt. Weiterhin wird der Verfahrensablauf bei Befall mit holzzerstörenden Pilzen vom WTA - Merkblatt 1-2-91 erläutert und ergänzt. Das sogenannte offizielle Holzschutzmittelverzeichnis führt die anerkannten und zugelassenen Holzschutzmittel. Die technischen Merkblätter über den Umgang mit Holzschutzmitteln von jeweiligen Hersteller der chemischen Schutzmittel bzw. Holzschutzmittel beinhalten Arbeitsvorschriften und Gefahrenhinweise, die bei der Anwendung Beachtung finden sollten. Das Chemikaliengesetz und die Gefahrstoffverordnung regeln den Einsatz von gefährlichen und giftigen Stoffen.

Starker Schwammbefall an Balkendecke
Starker Schwammbefall
an Balkendecke

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Maßnahmen

Ein starker Schwamm- oder Insektenbefall erfordert eine umfangreiche Instandsetzung („Sanierung“). Vor Beginn sollte das Schadensausmaß eingrenzt werden, um die weitere Planung und Kostenermittlung zu ermöglichen. Weiterhin muss die Schadensursache ermittelt und beseitigt werden, um den nachhaltigen Erfolg einer Bekämpfungsmaßnahme zu gewährleisten. Die Durchführung der Instandsetzung und der damit verbundenen Arbeiten muss von einer erfahrenen Fachfirma erfolgen.

Hauschwamm an Balken
Hauschwamm an Balken
und Schüttung

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Die Bekämpfungsmaßnahmen werden grundsätzlich nach einem Insekten- und einem Pilzbefall unterschieden. Ein erloschener Befall mit holzzerstörenden Insekten kann bei geringer Schädigung nach Prüfung ohne Bekämpfungsmaßnahmen verbleiben. Bekämpfungsmaßnahmen beschränken sich bei den Insektenbefällen lediglich auf den Holzkörper. Ein Pilzbefall erfordert meist umfangreiche Instandsetzungs- und Nebenarbeiten. Da Pilze andere Materialien wie Mauerwerk und Putz be- und durchwachsen können, sind diese Teile um den Befallsherd zu prüfen und ggf. zu behandeln.

Balkenkopf durch Hausschwamm zertört
Balkonkopf durch Hausschwamm zerstört

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Instandsetzung eines Pilzbefalls

Ein Befall durch holzzerstörende Pilze wird gemäß der DIN 68 800 Teil 4, Pkt. 4 behandelt. Die Voraussetzungen sind die Diagnose der Schadensursache, die Bestimmung der Pilzart und die Eingrenzung des Schadenumfanges. Zerstörungsarme Methoden wie der Endoskopie oder Bohrwiderstandmessungen können zur Sondierung eingesetzt werden. Zur abschließenden Eingrenzung sind Eröffnungen i.d.R. erforderlich. Vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten ist die Schadensursache, meist eine Zufuhr von erhöhten Feuchtigkeitsmengen abzustellen.

Freilegung des Mauerwerkes bei Schwammbefall
Freilegung des Mauerwerkes und Fußbodens
nach Schwammbefall 

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Zur Instandsetzung der geschädigten Gebäudeabschnitte sind die befallenen Holzteile auszutauschen, wobei ein Sicherheitsabstand über den Befall hinaus eingehalten werden muss. Neue Holzteile sind gemäß der DIN 68 800 zu schützen. Mauerwerk und andere Baumaterialien die von Pilzen be- und durchwachsen wurden müssen vorsorglich behandelt werden. Fachgerecht ausgeführte Arbeiten geben Sicherheit vor erneutem Befall und weiteren notwendigen Maßnahmen.

Starker Hausschwammbefall in einem Keller
Starker Hausschwammbefall
in einem Keller

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Instandsetzung eines Insektenbefalls

Ein festgestellter Befall durch lebende Holzinsekten wie Hausbock, Nagekäfer oder Splintholzkäfer an tragenden Teilen erfordert eine Bekämpfung. Zuerst wird der Umfang des Befalls und die befallene Insektenart bestimmt. Weiterhin ist die Tragfähigkeit von Konstruktionshölzern zu prüfen. Stark geschädigte Konstruktionshölzer müssen ausgetauscht werden. 

Zerstörter Balken durch Hausbockfraß
Zerstörter Balken
durch Hausbockfraß

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Zur Bekämpfung der lebenden Insekten kann z.B. eine Heißluftverfahren oder eine Behandlung mit Insektiziden erfolgen. Beim Heizluftverfahren werden die Insekten durch Beheizung mit Temperaturen über 55° C abgetötet. Der Dachstuhl oder die befallenen Teile werden hierzu mehrere Stunden stark erhitzter Luft ausgesetzt. Holzteile, die bei vorliegendem Hausbockbefall jünger als 60 Jahre sind oder die der Mindesttemperatur nicht auszusetzen sind, müssen chemisch nachbehandelt werden. Zur chemischen Bekämpfung eines Befalls ist das befallene Holz bzw. der Mulm zu entfernen und das verbleibende Holz von Farbanstrichen zu reinigen. Das Insektizid wird aufgetragen oder durch Lochtränkung in das Holz eingebracht. Soweit erforderlich werden nicht befallene Teile mit einem Holzschutzmittel präventiv behandelt.

Heißluftsanierung eines Fachwerkhauses
Heißluftsanierung eines
Fachwerkhauses

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Leistungsangebot

Das Büro Christian Schröter bietet Ihnen neben einem umfangreichen Angebot an Leistungen erste Beratung, Untersuchung ihres Gebäudes auf Befall und Schäden und Betreuung ihrer Holzschutzmaßnahmen.

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