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Holzinsekten


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Holzinsekten

Im Bereich von Gebäuden sind Insekten die gefährlichsten tierischen Holzschädlinge. Die Gruppe der Käfer stellt im nordeuropäischen Raum die meisten Arten. Seltener können Schäden auch durch Holzwespen, Ameisen und Termiten verursacht werden. Die Lebensweise der Insekten und deren Ansprüche variieren bei der Holzart, dem Holzalter, der Holzfeuchte und der Temperatur. Die Zerstörung des Holzes erfolgt bei den Käfern und Holzwespen durch die Larven, die das Holz als Nahrung aufnehmen und sich darin entwickeln. Die Termiten ernähren sich sogar während ihrer gesamten Lebenszeit vom Holz. Ameisen nutzen das Holz als Baumaterial und Nisthöhle.

Insektenfraß am Balken
Insektenfraß am Balken

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Der Befall mit Käfern findet an zugänglichen Stellen wie z. B. Rissen oder Eingraben der Muttertiere ins Holz und Eiablage statt. Holzwespen bringen die Eier über einen Legestacheln ins Holz. Je nach Art wird noch frisches oder schon trockenes, teilweise auch schon zerstörtes Holz befallen. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die sich z. B. beim Hausbock über 10 Jahre im Holz entwickelt. Der Larve folgt eine sogenannte Puppe, aus der das erwachsene Tier schlüpft. Das Tier sucht einen Geschlechtspartner, paart sich und stirbt nach Paarung bzw. Eiablage.

Die wichtigsten tierischen Holzschädlinge sind:

    Käfer
      Bockkäfer
        Hausbock
        Blauer Scheibenbock
        Rothalsbock

      Nage- bzw. Klopfkäfer
        Gewöhnlicher Nagekäfer
        Bunter Nagekäfer
        Gekämmter Nagekäfer
        Weicher Nagekäfer
        Trotzkopf

      Splintholzkäfer
        Brauner Splintholzkäfer
        Parkettkäfer

    Holzwespen
    Ameisen
    Termiten

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Bockkäfer ( Cerambycidae )


Die Bockkäfer sind große Käferarten mit langen Fühlern. Einige Arten wie der Hausbock befallen trockenes Holz an Häusern. Andere Arten wie der Rothalsbock benötigen feuchtes Holz zur Entwicklung. Alle Arten können erhebliche Schäden an Nutzhölzern verursachen.

Larve eines Bockkäfers
Larve eines Bockkäfers

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Hausbock ( Hylotrupes bajulus ) Der Hausbock ist der wichtigste Vertreter der Bockkäfer und befällt trockenes Nadelholz in Dachstühlen und Außenkonstruktionen. Er verursacht massive Schäden. Die Larven lassen die Holzoberfläche unversehrt und der Befall bleibt oft unerkannt. Erst die Fluglöcher der ausschlüpfenden Tiere weisen auf den Befall hin. Holzkonstruktionen und Holzteile können mehrfach von folgenden Generationen befallen werden.

Hausbockkäfer
Hausbockkäfer

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Rothalsbock ( Leptura rubra )

Der Rothalsbock bevorzugt im Gegensatz zum Hausbock feuchte und morsche Hölzer. Er kommt vorwiegend im Außenbereich vor und kann an Außenkonstruktionen wie Pfählen oder Schuppen große Schäden anrichten. Die Larven leben mehrjährig im Holz. Befälle können durch konstruktiven Feuchtigkeitsschutz von Hölzern vermieden werden.

Fraßschäden vom Rothalsbock an Bretterwand
Fraßschäden vom Rothalsbock
an Bretterwand

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Blauer Scheibenbock (Callidium violaceum )

Der Blaue Scheibenbock und seine Schäden gehen meist auf unentdeckte Befälle im Forst oder während der Holzlagerung zurück. Der Befall und die Eiablage sind nur an berindetem Holz möglich. Die Larven des Scheibenbockes fressen zwischen Rinde und Holz. Später fressen sich die Larven tief ins Holz und verpuppen sich dort. Die Larven richten an verbautem Holz meist nur geringe, optisch aber mindernde Schäden an. Bei hohen Befallsdichten in Hölzern können auch starke Zerstörungen vorkommen. Der Befall ist leicht mit dem des Hausbockes zu verwechseln.

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Nage- bzw. Klopfkäfer ( Anobiidae )

Die Nagekäfer sind eine Gruppe kleiner Holzkäfer. Die Käfer befallen sowohl Nadel- als auch Laubhölzer. In Gebäuden werden Mobiliar, Dachstühle und Holzbalkendecken befallen. Die Larven, im Volksmund "Holzwürmer" genannt, fressen Gänge ins Holz. Die Entwicklung der Tiere dauert zwischen 2 und 8 Jahre. Massive Befälle richten große Schäden an.

Fraßschäden von Anobien am Balken
Fraßschäden von Anobien
am Balken

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Gewöhnlicher Nagekäfer ( Anobium punctatum )

Der Gewöhnliche Nagekäfer gehört zu den häufigsten Arten, die in Gebäuden Schäden verursachen. Die Käfer befallen bevorzugt Holz in feuchten und kühlen Gebäudeteilen wie z. B. Dachböden oder Keller. Die Art entwickelt sich in Nadel- und Laubholz. Die Eier werden in Risse oder Spalten gelegt. Die Tiere legen ihre Eier wieder am selben Holz ab. Die Generationen können das Holz vollständig zerstören. Die erkennbaren Fluglöcher haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 mm.

Gewöhnlicher Nagekäfer
Gewöhnlicher Nagekäfer

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Bunter Nagekäfer ( Xestobium rufovillosum )

Der Bunte Nagekäfer kommt häufig als Schädling in verbautem Eichenholz vor. Der Befall folgt einer vorherigen Schädigung durch Pilze. Die Käferart ist die größte unter den Nagekäfer. Der Bunte Nagekäfer wird im Volksmund auch Totenuhr genannt. Der Name geht auf die Locksignale der Käfer im Holz zurück. Die Geschlechter finden sich zur Paarung durch diese Geräusche. Das Klopfen war früher in den Totenzimmern der Häuser gut zu hören. Die Fluglöcher haben einen Durchmesser von 2,5 bis 3,5 mm.

Bunter Nagekäfer und Fraßloch
Bunter Nagekäfer und
Fraßloch

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Gekämmter Nagekäfer ( Ptilinus pectinicornis )

Der Gekämmte Nagekäfer befällt weiche und harte Laubholzarten. Die Eier werden sowohl an tote Teile von stehenden Bäumen als auch an gefälltes, lagerndes und verbautes Holz abgelegt und entwickeln sich dort. Die Ansprüche ähneln dem Gewöhnlichen Nagekäfer. In Gebäuden können die Arten zusammen auftreten. Die Männchen haben auffällige Fühler, die wie ein Kamm gefächert sind. Die Fluglöcher haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 mm.

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Weicher Nagekäfer ( Ernobius mollis )

Der Weiche Nagekäfer befällt vorwiegend berindetes Holz und kommt häufig auf Lagerplätzen und in Sägewerken vor. Die Larven fressen zwischen Rinde und Holz. Im Holz werden für die Verpuppung Gänge angelegt. Die Art kann in alten Gebäuden wie Bauernhäusern, in denen nicht besäumtes Holz verwendet wurde, vorkommen. Die Fluglöcher haben einen Durchmesser von 2 mm.

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Trotzkopf ( Dendrobium pertinax )

Der Trotzkopf befällt vorwiegend Nadelholz. Wie der Bunte Nagekäfer werden Hölzer mit einer höheren Feuchte und vorherigem Pilzbefall besiedelt. Die Art kann erhebliche Schäden an älteren Häusern und Gegenständen anrichten. Die Fluglöcher sind größer als beim Gewöhnlichen Nagekäfer und haben eine Größe von 2 bis 3 mm.

Zerstörter Balken mit Trotzkopfbefall
Zerstörter Balken
mit Trotzkopfbefall

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Splintholzkäfer

Die Splintholzkäfer sind Schädlinge, die häufig in Importhölzern oder Gegenständen eingeschleppt werden. Die Käfer richten besonders markante Schäden an Kunstgegenständen, Parketthölzern und anderen Importartikeln an. Die Holzoberfläche bleibt dabei lange Zeit unversehrt und das Ausmaß des Schadens unklar. Zu den wichtigsten Arten gehören der Braune Splintholzkäfer ( Lyctus brunneus ) und der Parkettkäfer ( Lyctus linearis ).

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Weitere Insekten

In und an Gebäuden treten noch andere Insektenarten auf, die ebenfalls große Schäden verursachen können. Zu diesen Arten zählen tropische Käfer Ameisen und Termiten.

Holzwespen

Holzwespen sind große, auffällig gefärbte Insekten. Sie befallen ausschließlich lebendes oder sehr feuchtes Holz. Die Weibchen besitzen lange Legebohrer am Hinterleib, mit denen sie ihre Eier ins Holz ablegen können. Die Larven entwickeln sich im Holz und hinterlassen beim Ausschlüpfen charakteristische Löcher. Die Tiere können vereinzelt in Gebäuden auftreten, wo frisches oder nur kurz abgelagertes Holz verwendet wurde. Das Schadensausmaß ist meist gering und ein neuer Befall des trockenen Holzes kann nicht erfolgen.

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Ameisen

Ameisen befallen an Gebäuden Balken und Holzteile, die vermorscht sind oder Erdkontakt haben. Die Ameisen richten Nester in den Holzteilen ein, wobei der Befall häufig in der Nähe von Bäumen liegt. Die Ameisen suchen an diesen Bäumen Blattläuse auf, deren Zuckerausscheidungen von ihnen genutzt werden. Die häufigste Ameisenart an Bauten ist in unseren Breiten die Roßameise ( Camponotus herculeanus ). Die Art verursacht oft starke Schäden an Konstruktionshölzern.

Ameisenbefall
Ameisenbefall

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Termiten

Termiten befallen an Holzteile im Erdbereich und in Gebäuden. Sie gehören wie die Ameisen zu den flügellosen Insekten und leben in Staaten. Im Gegensatz zu den Ameisen ernähren sich die Termiten mit Hilfe von Darmsymbionten, kleinen Organismen im Darm, von Holz. Termiten sind wärmeliebende Insekten und kommen vorwiegend in südlichen Klimaten wie Südeuropa vor. Vereinzelt wurden im letzten Jahrhundert Völkern in Deutschland eingeschleppt. Ein seit Jahrzehnten bestehendes Vorkommen liegt in der Nähe des Hamburger Hafens. Termiten werden gelegentlich mit Holztransporten, Holzgegenständen oder Verpackungen eingeschleppt und können lokal Schäden verursachen.

Termiten
Termiten

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Speckkäfer

Insekten wie die Speckkäfer können gelegentlich Zerstörungen an Hölzern verursachen. Diese Insekten ernähren sich nicht vom Holz bzw. zerstören es nicht. Um aus Behältnissen oder an Nahrung zu gelangen, nagen sie sich gelegentlich durch Holzteile. Ein massenhaftes Vorkommen in Gebäuden kann gelegentlich z.B. zu Schäden an Dielung oder Einbauten führen.

Termiten
Speckkäfer

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Andere holzzerstörende Tiere

Schiffsbohrmuschel

Die Schiffsbohrmuscheln ist ein Weichtier und gehört zu den Muscheltieren. Die Bohrmuschel lebt im Meerwasser und befällt Holzteile. Die Schiffsbohrmuschel hat zwei Schalenteile, die zu einem Bohrmechanismus umgewandelt, als Bohrer dienen. Die Tieren können sich tief in Holzkörper einbringen und erhebliche Schäden verursachen. Schäden werden an Hafenanlage, Holzschiffsrümpfen und auch an alten Schiffswracks verursacht. Bohrmuscheln aus anderen Ländern werden unter anderem mit dem Balastwasser von Schiffen in den europäischen Raum eingeschleppt.

Schiffsbohrmuschelschäden an Wasserpfahl
Schiffsbohrmuschelschäden
an Wasserpfahl

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Das Büro Christian Schröter bietet Ihnen für ihre Schädlingsprobleme erste Beratung und ein umfangreiches Leistungsangebot an. Wir prüfen ihr Gebäude auf Insektenbefall und führen schonende Gebäudeanalysen durch.

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