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Holzpilze


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Holzpilze

Die in Gebäuden vorkommenden Pilze gehören einer umfangreichen Gruppe an. Viele Arten leben in der Natur als Zersetzer toter Materie. In Gebäuden sind die holzverfärbenden und die holzzerstörenden Pilze die bedeutendsten Arten. Die holzzerstörenden Pilze zersetzen mit Enzymen das Holz und können aufgrund der mikroskopisch kleinen Hyphen ( siehe Pilze ) lange unerkannt bleiben. Die holzverfärbenden Pilze, zu denen auch die Schimmelpilze gehören, besiedeln nur die Holzoberfläche und verfärben diese lediglich. Eine Zersetzung des Holzes erfolgt nicht.

Befallenes Holz im Mikroskop
Befallenes Holz im Mikroskop

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Befallsbilder

Die holzzerstörenden Pilze werden entsprechend der charakteristischen äußerlichen Veränderung des Holzes in Abbautypen unterschieden. Die holzzerstörenden Pilze zersetzten das Holz mit typischen Abbaubildern. Diese Pilze werden traditionell als Fäulen bezeichnet. Die wichtigsten Fäulen sind:

    Braunfäulen

    Weißfäulen

    Moderfäulen

    Blaufäulen

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Die Braunfäule-Pilze verursachen im fortgeschrittenen Stadium eine charakteristische braune Holzfarbe und einen würfelartigen Holzbruch, den sogenannten Würfelbruch. Die wichtigsten Braunfäule-Pilze sind der Haus-, Keller- und Porenschwamm. Die Blättlinge sind ebenfalls Braunfäule-Pilze und befallen häufig ohne äußere Merkmale Fensterhölzer. Die Weißfäule-Pilze verursachen ein helles und faseriges Abbaubild. Weißfäulepilze benötigen sehr viel Feuchtigkeit, die oft bei Durchnässungen im Dach- oder Sanitärbereich entsteht.

Holzzerstörung durch Kellerschwammm in 16 Wochen
Holzzerstörung an Klötzen durch
Kellerschwamm in 16 Wochen

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Die Moderfäule-Pilze zersetzten zuerst das Holz, ohne dass sich äußere Zerstörungsmerkmale zeigen. Im fortgeschrittenen Stadium ähnelt das Abbaubild dann einer Braunfäule. Moderfaules Holz kann ohne äußere Anzeichen brechen und ist damit besonders gefährlich für Außenbauteile wie Spielplatzgeräte und Masten. Zu den lediglich holzverfärbenden Pilzen gehören die Blaufäule-Pilze und die Schimmelpilze . Diese Pilze siedeln sich auf der Oberfläche des Holzes an und verfärben dieses, ohne es zu zerstören. Der Begriff der Blau-Fäule ist somit nicht richtig. Das Vorkommen kann jedoch optische Beeinträchtigungen und auch gesundheitliche Probleme z. B. durch Sporen verursachen.

Braunfäule
Braunfäule

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Nachfolgend werden die wichtigsten Vertreter der holzzerstörenden bzw. holzverfärbenden Pilze und ihre typischen Eigenschaften vorgestellt.

Echter Hausschwamm ( Serpula lacrymans )

Der Echte Hausschwamm ist einer der gefährlichsten holzzerstörenden Pilze, da er starke Schäden in kurzer Zeit hervorruft. Er kommt in Keller- und Erdgeschossen von Altbauten, in leerstehenden, beschädigten oder ungelüfteten Gebäuden vor. Der Pilz kann auch nicht hölzerne Teile meterweit überwachsen und sogar Mauerabschnitte durchdringen. Das Mycel entwickelt sich meist nicht sichtbar im Holzkörper. Der Echte Hausschwamm hat ein geringeres Feuchtigkeits- und Temperaturbedürfnis als Keller- und Porenschwamm. Er ist sehr gut an Lebensverhältnisse in Gebäuden angepasst. Er kann sich aus einer entfernten Feuchtigkeitsquelle mit Wasser versorgen, wodurch auch trockenes Holz befallen wird. Die Ursachen sind häufig Konstruktionsfehler und Gebäudeschäden.

Hausschwamm
Hausschwamm

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Kellerschwamm ( Coniophora puteana )

Der Kellerschwamm ist in seinem Vorkommen nicht nur auf den Keller beschränkt. Auf Dachböden und in Neubauten, die vor dem Bezug nicht getrocknet wurden, kommt dieser Pilz häufig vor. Der Kellerschwamm lebt vorwiegend im Holz und ist äußerlich ohne Erfahrung nicht zu erkennen. Dunkle Verfärbungen der Holzoberfläche sind meist einziger Hinweis auf den Befall. Eine großflächige Holzzerstörung ist dann oft vorausgegangen. Der Kellerschwamm hat ein hohes Feuchtigkeits- und Temperaturbedürfnis für ein optimales Wachstum. Er ist bei günstigen Bedingungen extrem schnellwüchsig und kann in wenigen Monaten zu einer vollständigen Zerstörung von Holzteilen führen. Das Schadensausmaß übersteigt schnell das anderer Holzschädlinge. Ursachen des Befalls sind Verwendung von feuchtem Bauholz, unzureichende Belüftung oder permanente Durchfeuchtung z.B. in Nassbereichen.

Kellerschwamm auf Nährboden
Kellerschwamm auf Nährboden

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Weißer Porenschwamm ( Antrodia vaillantii -Gruppe)

Unter dem Namen "Weißer Porenschwamm" werden sehr ähnliche Holzpilze zusammengefasst, die nur mikroskopisch eindeutig zu unterscheiden sind. Die äußere Erscheinung der Arten ist ebenso wie deren Ansprüche und zerstörende Wirkung nahezu identisch. Die Porenschwämme befallen vorwiegend Nadelhölzer in feuchten Neu- und Altbauten. Der Befall findet in Obergeschossen oder Nassbereichen wie Bad und WC statt. Ebenso werden Holzteile befallen, die Kontakt zum Erdreich aufweisen. Die Porenschwämme benötigen hohe Feuchtigkeitsgehalte für Keimung und Wachstum. Ursachen für den Befall sind anhaltende Durchfeuchtungen, verursacht durch Bauschäden, Konstruktions- und Ausführungsfehler.

Porenschwamm
Porenschwamm

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Weitere Holzpilze

Eichenporling ( Donkioporia expansa )

In älteren Gebäuden mit Konstruktionshölzern aus Eichenholz, seltener Nadelholz, kann der Eichenporling ( Donkioporia expansa ) als Schädling vorkommen. Der Pilz bildet an der Holzoberfläche keine auffälligen Mycelteile und ist nur an Fruchtkörper oder Holzabbau zu erkennen. Das Pilzwachstum ist stärker als bei den anderen Gebäudepilze direkt von der Holzfeuchte abhängig. Der Eichenporling erzeugt eine Weißfäule. Die Art wird vermutlich oft nicht entdeckt oder nicht erkannt.

Eichenporling
Fruchtkörper des Eichenporlings

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Eichenwirrling ( Daedala quercina )

Der Eichenwirrling ( Daedala quercina ) ruft im Gegensatz zum Eichenporling ( Donkioporia expansa ) eine Braunfäule am Holz hervor. Er befällt Konstruktionshölzer im Außenbereich, bei anhaltender Feuchtigkeit auch in Gebäuden. Trotz seines langsamen Wachstums kann er starke Schäden an verbautem Holz verursachen.

Fruchtkörper des Eichenwirrlings
Fruchtkörper des Eichenwirrlings

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Blättlinge

Die Blättlinge gehören zu den Gebäudepilzen, die nur innerhalb des Holzes wachsen. Sie siedeln sich bei hoher Feuchtigkeit z. B. in Fensterhölzern an, wo sie von Innen das Holz vermorschen. Weiterhin sind Blättlinge an Schalungshölzern als auch in Decken- und Fußbodenkonstruktionen zu finden. Im Außenbereich sind konstruktiv oder chemisch nicht geschützte Hölzer von einer Zerstörung gefährdet. Die wirksame Vermeidung dieser Schäden ist durch konstruktiven Schutz und regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung möglich.

Blättling auf Fensterholz
Blättling auf Fensterholz

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Weißfäule-Pilze

Die Weißfäulen sind Pilze, bei denen das Holz im Laufe der Zerstörung eine helle, faserige Struktur annimmt. Im fortgeschrittenen Stadium wird das Holz wie bei den Braunfäulen vollständig zerstört. Die Farbe des Holzes ist dabei hell und die Struktur faserig. Zu n häufigsten Weißfäule-Pilze gehören die sogenannten Trameten ( Trametes spec .), die Feuerschwämme ( Phellinus spec. ) oder auch der Eichenporling ( Donkioporia expansa ). Weißfäulen benötigen als Lebensgrundlage hohe Holzfeuchten und haben ein typisches Vorkommen an Bäumen oder Lagerholz. In Gebäuden können Weißfäulepilze z. B. im Bereich von schadhaften Dächern oder Sanitäranlagen vorkommen.

Holz mit Weißfäule
Holz mit Weißfäule

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Moderfäule-Pilze

Moderfäule-Pilze gehören wie die Braun- und Weißfäulepilzen zu den holzzerstörenden Pilzen und sind mit den Schimmelpilzen verwandt. Sie zersetzen das Holz bei einer Dauerfeuchtigkeit erst nur oberflächlich. Bei längerer Einwirkungsdauer findet aber auch eine Zerstörung des Holzkernes statt. Ein Befall ist anfänglich ohne technische Hilfe nicht zu erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium zeigt das Holz wie Braunfäulen eine Würfelung. Moderfäulen kommen vorwiegend im Außenbereich und an Kontaktzonen mit Erdreich wie z.B. an Pfählen vor.

Holz mit Moderfäule
Holz mit Moderfäule

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Bläuepilze

Bläuepilze gehören mit den Schimmelpilzen zu der Gruppe der holzverfärbenden Pilze. Sie wachsen im Gegensatz zu diesen jedoch im Holzinnern, wobei eine Zerstörung des Holzes nicht stattfindet. Der Bewuchs verändert die Holzfarbe bzw. führt zu optischen Beeinträchtigungen und zur Zerstörung von aufgetragenen Lackschichten. Einer der bekanntesten Vertreter ist Aureobasidium pullulans.

Bläue an Baumkante
Bläue an Baumkante

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